Tipps & Tricks zur Dachsanierung (Teil 1) 1
Tipps & Tricks zur Dachsanierung (Teil 1) 5

Das Dach bildet die schützende Hülle des Hauses. Damit die Schutzfunktion weiterhin gewährleistet wird, sollte das Dach nach einigen Jahren erneuert werden . Nachfolgend sind alle wichtigen Infos zur Dachsanierung für Sie zusammengestellt.

Das Dach ist neben dem Fundament und den Außenwänden der wichtigste Bestandteil eines Gebäudes. Je nach Bauart macht es etwa 40 Prozent der gesamten Gebäudehülle aus.

Durch das Dach, wird der Innenraum und die Bausubstanz vor Wind und Wetter geschützt. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, dass es dicht ist.

Dächer haben hohe Lebensdauer

Im Gegensatz zu anderen Bereichen des Hauses, zeichnet sich das Dach durch eine lange Lebensdauer aus. Viele Dächer decken über Jahrzehnte das Haus und bieten Schutz.

Dabei spielt die Form keine Rolle. Egal ob Satteldach, Walmdach oder Pultdach. Dachdämmungen und Dacheindeckungen verlaufen in der Regel nach demselben Schema.

Ausgenommen davon ist das Flachdach. Es besteht aus einer anderen Konstruktion und muss anders eingedeckt und gedämmt werden.

Was eine Dachsanierung bedeutet

Der Begriff Dachsanierung ist weit gefasst. Darunter fallen beispielsweise die Neueindeckung des Daches sowie die Dachdämmung. Jede bauliche Maßnahme, die durchgeführt wird, fällt unter Dachsanierung.

Daneben zählen die Erneuerung der Dachsparren sowie der Einsatz neuer Dachfenster zu Maßnahmen einer Dachsanierung.

Diese Dinge sind bei einer Dachsanierung zu beachten

Viele Hausbesitzer fragen sich zurecht, wann der richtige Zeitpunkt für eine Dachsanierung gekommen ist. In der Regel sollte ein Dach alle 50 bis 60 Jahre saniert werden. In manchen Fällen ist die Sanierung oder Erneuerung auch früher fällig.

Wenn das Dach im Schatten liegt und die Sonne die feuchten Ziegel nicht trocken kann, setzt es im Laufe der Jahre Moos an und wird grün. Dann sollte es bereits nach 40 Jahren neu gedeckt werden.

Wenn Sie eine Komplettsanierung Ihrer Immobilie planen und in diesem Rahmen das Dachgeschoss ausbauen möchten, sollten Sie im Vorfeld den Zustand des Dachs prüfen. Wenn die Dichtigkeit nicht mehr gegeben ist, macht sich Frust bei Hausbesitzern breit.

Wenn Sie eine Solar- oder Photovoltaikanlage auf dem Dach haben, ist die Dacheindeckung darunter nur schwer zugänglich. Reparaturen sind dahingehend aufwendig und teuer. Deshalb sollte im Vorfeld das Dach ausgebessert und die Solaranlage daraufmontiert werden. ­­

Verschiedene Arten der Dachsanierung

Dachsanierung Beschreibung
Zwischensparrendämmung Neueindeckung des Daches nicht notwendig. Dämmstoff wird zwischen die Dachsparren angebracht
Untersparrendämmung Reduktion der Wärmebrücken. Verwendung von dünner Dämmschicht und Rigips.
Aufsparrendämmung Oberhalb der Dachsparren erfolgt Dämmung, Kombination mit Neueindeckung des Daches, im Wohnraum ist keine Baustelle
Dachgeschossausbau Schaffung von zusätzlichem Wohnraum in Kombination mit Innendämmung und Innenausbau
Dachbeschichtung Dach wird von Verschmutzungen oder Verfärbungen gereinigt. Grundierung wird aufgetragen sowie eine Farb- und Deckschicht

Es gibt verschiedene Arten der Dachsanierung. Für Ihren schnellen Überblick sind sie in einer Tabelle aufgeführt.

Dachsanierung von innen und außen

Wenn Sie bereits Wohnraum unter Ihrem Dach geschaffen haben, wird die Dachsanierung von außen vorgenommen. Dabei wird die Konstruktion des Gestühls gestärkt und vor allem der Wärme- und Schallschutz erheblich verbessert. Unter anderem werden bei der Dachsanierung von außen folgende Maßnahmen unternommen:

  • Alte Dachdeckung wird vollständig abgehoben. Intakte Ziegel werden dabei gelagert, so dass sie später verwendet werden können.
  • Die alte Wärmedämmung wird entfernt und vom Fachbetrieb fachgerecht entsorgt.
  • Die Dachsparren werden auf unterschiedliche Art und Weise gedämmt (siehe Tabelle)
  • Winddichtung und Zusatzdämmung werden auf die Dämmung gepackt.
  • Sanierung der Dachflächenfenster erfolgt. Alte und einfach verglaste Fenster werden gegen neue und mehrfachverglaste aausgetauscht.
  • Neue Dachdeckung wird verlegt.
  • Dachrinnen und Fallrohr werden angeschraubt.

Innensanierung des Dachstuhls

Wenn der Dachstuhl unbewohnt ist, wird die Außensanierung von innen gestärkt. Der Vorteil einer Innensanierung: Die einzelnen Maßnahmen sind unabhängig von der Witterung. Allerdings benötigen Sie eine Baugenehmigung, wenn es um mehr als kleinere Reparaturen geht. Die Genehmigungen müssen Sie beim zuständigen Bauamt einholen.

Darüber hinaus können bei der Innensanierung des Daches die Vorschriften der Energieeinsparverordnung (EnEV) gelten. Dies ist dann der Fall, wenn der neue Wohnraum mehr als 30 Quadratmeter groß wird. Bei der Innensanierung des Daches werden unter anderem folgende Maßnahmen durchgeführt:

  • Die Dachkonstruktion wird geprüft und saniert.
  • Prüfung der Deckung und gegebenenfalls ein Austausch.
  • Dachfenster werden eingebaut.
  • Sparren werden verstärkt, um die Dämmdicke zu erhöhen.
  • Montage der Wärmedämmung.
  • Schrägen und Innenwände werden verkleidet.
Dachsanierung_Einsatz neuer Dachfenster

Einsatz neuer Dachfenster

Vor dem Hintergrund der Dachsanierung werden in der Regel neue Dachfenster eingesetzt. Hier gibt es verschiedene Fenster.

Ratsam ist es, sich im Vorfeld genau über die einzelnen Modelle zu informieren und sich von einem Fachbetrieb beraten lassen.

Bei Dachfenstern sollte die Kaufentscheidung nicht vorschnell erfolgen.

Im Schnitt kostet ein Dachfenster plus Einbau rund 300 Euro. Allerdings kommt es auf das Material und die Ausführung an. Es gibt die sogenannten Schwingfenster und die Dachschiebefenster. Diese sind für mehrere tausend Euro erhältlich.

Dachgaube als weiterer Bereich bei der Dachsanierung

Im Zuge der Dachsanierung ist die Dachgaube ein weiterer Bereich bei der Dachsanierung. Die Gauben lassen sich in der Regel nachträglich einbauen und verleihen dem Haus einen ganz besonderen Charakter. Darüber hinaus schaffen Sie eine Wohlfühlatmosphäre.

Der Vorteil an Dachgauben: Sie heizen sich im Sommer weniger auf und geben dem Haus optisch einen großartigen Reiz. Aus diesem Grund müssen sie durch das Bauamt genehmigt werden.

In jedem Fall sollte ein Architekt zusätzlich zum Fachbetrieb hinzugezogen werden, um die Bausubstanz und die Tragfähigkeit des Dachbodens zu prüfen und den Dachstuhl auf Mängel zu untersuchen.

Förderung der Dachsanierung

Wenn Sie Ihr Dach energetisch sanieren – also nach den Vorschriften der Energieeinsparverordnung – besteht für Sie die Möglichkeit der finanziellen Förderung.

Die staatliche Förderbank KfW (Kreditanstalt für den Wiederaufbau) vergibt für die Dachsanierung zinsgünstige Kredite und in Einzelfällen Einmalzahlungen. Auf der Webseite der KfW finden Sie mehrere Informationen dazu.

Um die Förderung zu erhalten, müssen Sie einen entsprechenden Antrag stellen. Wird dieser bewilligt, wird das Geld über Ihre Hausbank ausgezahlt.

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Author: renosys