So viel kostet die Renovierung & Sanierung eines alten Hauses 1
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Das sind die Kosten für eine Sanierung und Renovierung eines alten Hauses
Das alte Haus ist gekauft und nun möchten Sie es sanieren oder renovieren. Doch die Kosten dafür gehen rasch in den vier- oder fünfstelligen Bereich. Wie hoch die Preise sind und was es für Fördermöglichkeiten gibt.

Der Traum vom Kauf eines alten Hauses ist in Erfüllung gegangen. Die Freude darüber ist groß. Doch die eigentliche Arbeit wartet noch. Das Dach muss neu gedeckt werden, die Feuchtigkeit muss aus dem Haus und das Badezimmer und die Küche aufwendig saniert und renoviert werden.

Die Kosten für die einzelnen Maßnahmen schrecken die neuen Besitzer zunächst ab. Doch eine umfassende Sanierung oder Renovierung kann sowohl teuer als auch günstig durchgeführt werden. Sowohl hochpreisige als auch niedrigpreisige Angebote haben ihre Vor- und Nachteile.

Doch es gibt Fördermöglichkeiten, mit denen Sie sich die Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen finanziell bezuschussen lassen können.

Individuelle Anforderungen spielen beim Preis eine Rolle

Der Preis für eine Sanierung und Renovierung richtet sich stets nach den Anforderungen der Hauseigentümer. Wenn das Haus über einen langen Zeitraum leer stand und keine Wartungsarbeiten daran gemacht wurden, können die Kosten mehrere tausend Euro betragen. Bei alten Häusern ist dies oft der Fall.

In der folgenden Tabelle finden Sie die Sanierungs- und Renovierungskosten für die einzelnen Teilbereiche eines Hauses.

BereichKosten
Dach (Neudeckung, Dämmung) 8.000 bis 13.000 Euro
Keller (trocken legen) 2.300 bis 3.500 Euro
Badsanierung Rund 4.500 Euro
Installation neuer Elektrik 3.000 bis 5.000 Euro
Verlegen neuer Wasserrohre Ab 25 Euro pro Meter
Streichen und Tapezieren 800 bis 1.500 Euro
Fliesen in Bad und Küche verlegen Rund 1.500 Euro
Innenausbau (Trockenbau) 40 bis 660 Euro pro Quadratmeter
Sanierung der Außenfassade des Hauses (Energetische Sanierung) 1.400 bis 2.300 Euro
Sanierung der Treppen und Geländer 2.000 bis 4.500 Euro

*Die Preise sind Richtwerte und können abweichen.
Zahlreiche Handwerksbetriebe sind hierzulande auf Sanierungen und Renovierungen spezialisiert. Darüber hinaus gibt es Unternehmen, die mehrere Handwerk-Gewerke unter einem Dach vereinen. Der Vorteil hierbei: Sie sparen Zeit und Nerven und manchmal auch bares Geld.

Niedrigpreisige Angebote

Dennoch sind niedrigpreisige Angebote nicht immer die besten. Das Gleiche gilt für hochpreisige Maßnahmen. Bei günstigen Sanierungen wird nicht selten am Material gespart.

Billige Fliesen, Farbe, die nicht ausreichend deckt oder Laminatboden, der nach einer Zeit anfängt zu wellen sind Beispiele für günstiges und minderwertiges Material.

Für Hausbesitzer ist dies ärgerlich und der Schaden nach der Sanierung und Renovierung größer als zu Beginn der Maßnahme. Günstige Pauschalangebote müssen jedoch nicht immer schlecht sein.

Große Sanierungs- und Modernisierungsunternehmen bieten Ihre Maßnahmen bereits zu günstigen Pauschalpreisen an. In den Kosten sind in der Regel das Material sowie die Arbeitsleistungen der Fachhandwerker enthalten.

Darüber hinaus stehen Ihnen solche Betriebe für die gesamte Zeit der Sanierung beratend zur Seite und Sie brauchen sich um nichts zu kümmern.

Kostenvoranschlag_Altes Haus sanieren und renovieren

Hochpreisige Angebote

Doch auch bei hochpreisigen Angeboten sollten Sie die Augen offen halten. Achten Sie vor allem darauf, dass Ihnen das Material nicht zu teuer verkauft wird und recherchieren Sie notfalls im Internet.

Allerdings können Sie bei hochpreisigen Angeboten sicher sein, dass die Qualität des Materials stimmt. Darüber hinaus geht mit hochpreisigen Angeboten in der Regel eine hohe Fachkompetenz der Handwerker einher.

Bei Sanierungsmaßnahmen, die im vier- oder fünfstelligen Kostenbereich liegen, können Sie davon ausgehen, dass die Arbeit gründlich und schnell erledigt wird.

Solche Unternehmen beschäftigen meistens Handwerker, die neben dem technischen Know-how langjährige Erfahrungen mitbringen. Zudem ist bei diesen Firmen stets eine Bauleitung vor Ort. Diese kümmert sich während der Zeit der Baustelle um Sie und steht Ihnen beratend zur Seite.

Kostenvoranschlag erstellen lassen

Sollten Sie eine umfassende Sanierung und Renovierung in Ihrem alten Haus planen, werden Sie nach einem passenden Unternehmen oder nach mehreren Betrieben schauen.

Sie sind auf der sicheren Seite, wenn Sie sich Kostenvoranschläge der Handwerksbetriebe einholen und die Preis miteinander vergleichen.

Was in dem Kostenvoranschlag stehen sollte

Die Kostenaufstellung sollte zu einhundert Prozent transparent sein. Jeder einzelne Posten und die dazugehörigen Kosten müssen in dem Kostenvoranschlag aufgeführt sein.

Darüber hinaus müssen Material- sowie die Anfahrtskosten enthalten sein. Zum Schluss wird die Gesamtsumme für die Komplett- oder Teilsanierung aufgeführt. Vergewissern Sie sich, dass keine versteckten Kosten enthalten sind.

Transparenz ist die Basis einer guten Zusammenarbeit zwischen Ihnen und dem jeweiligen Handwerksunternehmen, das die Sanierungs- oder Renovierungsmaßnahme durchführt.

Fördermöglichkeit durch die KfW-Bank und andere Kreditinstitute

Fakt ist: Eine Sanierung und Renovierung kostet Geld. Wie Sie anhand der vorherigen Tabelle sehen konnten, sind die Preise für die einzelnen Bereiche im vierstelligen Bereich und nach oben ist kein Ende offen.

In Deutschland haben Hauseigentümer deshalb die Möglichkeit, sich die Sanierungen finanziell fördern zu lassen. Das beste Beispiel hierfür ist die Kreditanstalt für den Wiederaufbau (KfW).

Immobilienbesitzer können sich and die staatliche Förderbank wenden, wenn Sie Ihr altes Haus beispielsweise energetisch sanieren lassen möchten, so dass der CO2-Ausstoß deutlich verringert wird und Heizkosten auf lange Sicht gespart werden.

Der Staat stellt zahlreiche Fördergelder für die energetische Sanierung bereit. Die KfW-Bank vergibt allerdings nur an private Bauherren zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für den Kauf oder Bau einer selbst genutzten Immobilie. Dasselbe gilt für den barrierefreien und altersgerechten Umbau sowie für die Nutzung von erneuerbaren Energien.

Energieberater bei umfassenden Sanierungsvorhaben unerlässlich

Hauseigentümer, die Ihre Immobilie sanieren möchten, sollten bei der Planung auf alle Fälle einen Energieberater als Sachverständigen hinzuziehen.

Die KfW vergibt ebenfalls Fördergelder für einen Energieberater. Bei der Suche sollten Sie in Ihrer Region schauen. Die meisten Energieberater, die aus der selben Region wie die Eigentümer kommen, kennen sich in der kommunalen Gesetzgebung bestens aus und wissen, was erlaubt ist und was nicht.

Antrag stellen bei KfW

Um die Fördergelder der KfW zu bekommen, müssen Sie im Vorfeld einen Antrag stellen. In diesem müssen Sie Ihr Sanierungs- oder Renovierungsvorgaben genau begründen. Wird Ihnen der Antrag genehmigt, zahlt Ihnen die KfW den Kredit über Ihre Hausbank aus.

Auf der Webseite der KfW (https://www.kfw.de/kfw.de.html ) finden Sie weitere Informationen zur Förderung und zur Antragstellung.

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Hausbanken für Förderungen aufsuchen

Neben der KfW-Förderbank haben Sie zudem die Möglichkeit, Ihre Hausbank um einen zinsgünstigen Kredit für die Sanierung und Renovierung Ihres alten Hauses zu bemühen.

Egal ob öffentlich-rechtliche Institute oder private Geldhäuser – sie alle stellen zinsgünstige Angebote für Ihre Kunden bereit.

Checkliste für die Sanierung und Renovierung des alten Hauses

Abschließend erhalten Sie eine Checkliste, die Ihnen helfen soll, die wichtigsten Dingen nach dem Kauf des alten Hauses zu beachten.

  • Auf die Hauptbereiche, wie das Dach, den Keller, die Außenfassade und Türen und Fenster achten.
  • Bei Feuchtigkeit: Lassen Sie die Situation von einem Experten beurteilen.
  • Zu den typischen Mängeln gehören Türen und Fenster: Überprüfen Sie die Dichtung und lassen Sie diese zeitnah nach modernen Standards abdichten.
  • Die Sanierung des Bades in den Sanierungsplan mit aufnehmen. Eventuell können Sie das Badezimmer bereits barrierefrei umgestalten.
  • Die elektrischen Leitungen überprüfen lassen. Was kann von der alten Elektrik noch verwendet werden? Wo müssen neue Leitungen verlegt werden?
  • Wasserrohre bei einem alten Haus austauschen. Sie sind marode und bergen Gesundheitsgefahren.
  • Wasseranschlüsse im Bad und in der Küche neu installieren lassen.
  • Sparen Sie nicht am Material. Die Investition in Ihr Haus ist eine Investition in die Zukunft.
  • Achten Sie bei der Auswahl des Handwerksunternehmens darauf, dass es aus Ihrer Region kommt. So verringern sich auch die Anfahrtskosten.
  • Lassen Sie sich in jedem Fall einen Kostenvoranschlag erstellen und vergleichen Sie die Preise mit anderen Unternehmen aus der Region.
  • Denken Sie über die Möglichkeit der KfW-Förderung bei einer umfassenden Sanierung und Renovierung nach.

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Author: renosys