Dachfenster einbauen

Ungenutzte Dachböden sind meist nur mit kleinen Fenstern ausgestattet. Das ist in der Regel kein Problem, denn man hält sich dort oben nur sehr selten auf. In den meisten Fällen ist der Dachboden ein zusätzlicher Stauraum, in dem gerne Weihnachtsartikel oder Koffer gelagert werden.

Damit der Dachboden zum Wohnraum werden kann, benötigt er neue Fenster, die ausreichend Licht in den Raum zu bringen. Hierbei haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Fensterarten, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen möchten.

Das Schwingfenster

Eine Fensterart, die besonders häufig für Dachböden genutzt wird, ist das Schwingfenster. Es hat den Vorteil, dass es in geöffnetem Zustand kaum in den Raum ragt und dadurch die Gefahr mindert, sich den Kopf zu stoßen.

Bei einem Schwingfenster liegt der Drehpunkt in der Mitte oder im oberen Bereich der aufrechten Rahmen. Es besitzt häufig an seinem oberen waagerechten Rahmenteil einen Griff, durch den es sich öffnen und schließen lässt.

Solch ein Fenster ist auch für Haushalte mit kleinen Kindern zu empfehlen, denn die Kleinen können den Griff nicht erreichen. Schwingfenster mit unten angebrachten Griffen sind jedoch ebenfalls verfügbar.

Ein weiterer Vorteil eines Schwingfensters ist die Tatsache, dass es in geöffnetem Zustand nur im oberen Bereich in den Raum ragt. Dadurch kann direkt unter dem Fenster beispielsweise ein Schreibtisch aufgestellt werden.

Weil der untere Rahmen eines Schwingfensters nach außen schwingt, ist es nicht erforderlich, eine Lampe und andere Gegenstände von der Schreibtischplatte zu entfernen, um das Fenster zu öffnen.

Schwingfenster sind in vielen Größen und mit Rahmen aus verschiedenen Materialien wie Holz und Kunststoff verfügbar. Sie lassen sich mit einem Rollo ausstatten, das an heißen Sommertagen als Sonnenschutz dient und in einem Schlafraum für die nötige Dunkelheit sorgt.

Besonders hohen Komfort bieten Modelle mit Motor, die sich durch die Betätigung eines Schalters öffnen und schließen und sich zum Teil sogar programmieren lassen, damit die Belüftung zu bestimmten Zeiten erfolgt.

In letzterem Fall besitzen sie meist einen Regensensor, damit das Fenster bei Regen geschlossen bleibt. Weitere Varianten sind die Schwingfenster mit Lüftungsklappen.

Bei ihnen ist es nicht erforderlich, das Fenster zur Belüftung des Raums zu öffnen.

Das Klapp-Schwingfenster

Klapp-Schwingfenster lassen sich wie herkömmliche Schwingfenster öffnen. Zusätzlich besitzen sie eine Klappfunktion, die es ermöglicht, das Fenster nach oben zu öffnen, sodass der untere Rahmen aus dem Dach ragt.

Dadurch kann noch mehr frische Luft in den Raum strömen. In der Klappstellung bietet das Fenster außerdem einen freien Blick nach draußen.

Bei Klapp-Schwingfenstern ist der Griff in der Regel unten angebracht. Unterschiede gibt es jedoch beim Öffnungswinkel, der beispielsweise 35° oder 45° betragen kann. Wenn Sie gern am Fenster sitzen und in die Natur schauen, sollten Sie daher auf dieses Merkmal achten.

Praktisch ist außerdem eine Putzstellung. Sie ermöglicht in der Schwingfunktion, das Fenster um 180° zu drehen und erleichtert dadurch das Putzen von der Außenseite.

Diese Funktion besitzt im Idealfall eine Sicherung, die verhindert, dass sich das Fenster beispielsweise durch einen Windstoß wieder in die Ausgangsposition dreht.

Das Dachschiebefenster

Durch ein Dachschiebefenster lässt sich ein Raum unter dem Dach fast in eine Dachterrasse verwandeln. Es wird zur Seite aufgeschoben, sodass Sie direkt unter dem Fenster wie im Freien sitzen und sogar ein Sonnenbad nehmen können.

Dachschiebefenster sind außerdem oft sehr groß und lassen dadurch reichlich Licht in das Zimmer unter dem Dach strömen. Aus diesem Grund sind sie häufig mit einem Motor ausgestattet, durch den sie sich ganz bequem öffnen und schließen lassen.

Durch eine Aufteilung in mehrere Flügel kann die Bedienung aber auch von Hand erfolgen.

Mit Schiebefenstern lässt sich das gesamte Dach verglasen, sodass Sie bei Tag und Nacht in den Himmel schauen können. Beginnen die Fenster direkt auf dem Fußboden, können sie gleichzeitig als Ausstieg auf einen Balkon oder eine Dachterrasse dienen.

Mit Dachschiebefenstern lassen sich daher auch sehr luxuriöse Vorhaben realisieren. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass sie in geöffnetem Zustand an keiner Stelle in den Raum ragen.

Dieser Komfort hat allerdings auch seinen Preis, denn Dachschiebefenster sind um einiges teurer als Schwingfenster und Klapp-Schwingfenster.

Weiterhin ist bei großflächigen Verglasungen stets eine Überprüfung der Statik erforderlich und auch ein Sonnenschutz ist oft mit größerem Aufwand verbunden.

Für sonnenhungrige Menschen und passionierte Sterngucker sind Panoramafenster zum Aufschieben jedoch sicherlich eine tolle Lösung.

dachschiebefenster

Die Verglasungen von Dachfenstern

Wie andere Fenster sind Dachfenster mit verschiedenen Verglasungen erhältlich. Gute Mehrfachverglasungen verhindern, dass zu viel Wärme über die Fenster verloren geht.

Ebenso wichtig ist jedoch auch ein Schutz vor Hitze, denn bei Sonnenschein kann es in einem Zimmer unter dem Dach extrem heiß werden. Einige Hersteller bieten deshalb Dachfenster mit Hitzeschutz-Verglasungen.

Des Weiteren sind Dachfenster mit erhöhtem Schallschutz verfügbar. Sie sind zum Beispiel für Gebäude in der Nähe von Flughäfen oder Autobahnen interessant.

Die Montage von Dachfenstern

Bei Dachfenstern ist es stets zu empfehlen, sie von Experten einbauen zu lassen.

Selbst kleine Fehler können schnell zu Undichtigkeiten oder zu großen Wärmeverlusten über das Fenster führen. Laien sollten ein Dachfenster deshalb nur selbst einbauen, wenn sie sich wirklich gut auskennen.

Auch die Gefahren, die bei allen Arbeiten auf dem Dach bestehen, sind nicht zu unterschätzen. Darüber hinaus sind bei der Montage die geltenden Vorschriften zu beachten. Auskünfte erteilt das zuständige Bauamt.

Weitere Informationen rum um das Dachsanierung finden Sie in unserem Artikel „Tipps & Tricks zur Dachsanierung“.  

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Author: renosys