Komplettsanierung eines Denkmalhauses aus Bayern 1
Komplettsanierung eines Denkmalhauses aus Bayern 34

Denkmalgeschütztes Haus
Komplettsanierung eines Denkmalhauses aus Bayern 35

1. Allgemeine Bau Projektbeschreibung

Wohnraum wird immer wertvoller. Daher ist es umso wichtiger bereits vorhandene Immobilien effektiv zu nutzen. Aktuell begleiten wir unseren zertifizierten renosys Handwerker “Nürminger Group” durch die Kernsanierung eines besonders spannenden Objekts: ein denkmalgeschütztes Stadthaus, in welchem drei moderne Stadtwohnungen entstehen.

2. Projektentwicklung vor Ankauf mit Makler

Bevor die eigentlichen Verhandlungen für den Ankauf starten, muss natürlich zunächst die Wirtschaftlichkeit erörtert werden. Hierzu wurden Gespräche mit Vertretern verschiedener Behörden geführt, um in Erfahrung zu bringen, welche Möglichkeiten überhaupt bestehen. Zum Beispiel waren dies Gespräche mit den zuständigen Bau- und Denkmalbehörden. In dieser Phase wurden auch erste Kalkulationen und Berechnungen zur Ermittlung von Kosten etc. durchgeführt.

3. Ankauf des Gebäude

Der Ankauf des Objekts bedeutet in erster Linie Verhandlungen über die Kaufpreishöhe. Auf Grundlage dieser Gespräche lässt man im Anschluss von einem Notar einen Vertragsentwurf anfertigen, der sämtliche Modalitäten des eigentlichen Kaufgeschäftes regelt. Um sich mit allen Einzelheiten vertraut machen zu können, vergehen zwischen Entwurf und Beurkundungstermin mindesten 14 Tage. In dieser Zeit können noch notwendige Änderungen und Ergänzungen aufgenommen werden. Nach der Beurkundung und anschließender Kaufpreiszahlung ging das Objekt an die Nürminger Group als Eigentümer über.

4. 3D Aufmaß des Gebäudes

Bevor es mit den eigentlichen Detailplanungen losgehen konnte,m war natürlich eine genaue Bestimmung der tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort nötig. Hierzu setzt die Nürminger Group auf modernste Technik. Mit einem 3D-Laser-Aufmaß wurde die Ist-Situation millimetergenau aufgezeichnet. Dies war außerdem die Grundlage für hochpräzise Umbaupläne.

5. Planung und Bauantrag

Die Pläne die mithilfe des 3D-Scans erstellt wurden bildeten die Grundlage für sämtliche Entwurfs- und Genehmigungsplanungen. Durch den eigenen Stamm an Ingenieuren und da im Vorfeld bereits zielführende Gespräche mit den Behörden stattgefunden hatten, konnte für das Vorhaben schnell die Genehmigungsreife erlangt werden. Bei solchen Projekten ist eine gewissenhafte Vorbereitung ausschlaggebend für kurzfristige Bearbeitungszeiten.

6. Abstimmung mit Baudenkmalbehörde

Nach dem Erteilen der Baugenehmigung musste eine Reihe von Punkten mit den für den Denkmalschutz zuständigen Behörden abgestimmt werden. Um den Denkmal-Charakter des Gebäudes zu erhalten war die Genehmigung für die Umbauarbeiten an eine Reihe von Auflagen geknüpft. Gemeinsam mit der sogenannten “Unteren Denkmalschutzbehörde” wurden die einzelnen Punkte besprochen und die Umsetzbarkeit der Auflagen geklärt.

7. Bau Organisation und Baustelleneinrichtung

Nachdem sämtliche verwaltungstechnische Punkte klar waren begann die Organisation und Detailplanung der Baustelle. Für verschiedenste Gewerke wurden Angebote eingeholt, mit den Handwerkern verhandelt und schließlich vergeben. Aufgrund der besonderen Umstände musste auch bei der Vergabe von Handwerksleistungen darauf geachtet werden, dass hier Handwerksfirmen eingesetzt werden, die bereits Erfahrung in der Sanierung von Denkmälern haben. Weiterhin wurde währenddessen die Baustelle bereits für die späteren Baumaßnahmen vorbereitet. So wurde zum Beispiel ein Bauzaun aufgestellt, um Unbefugte am Betreten der Baustelle zu hindern und so Unfällen vorzubeugen.

8. Beginn mit den Abriss

Bei vielen Sanierungen stellen die Abrissarbeiten keine große Herausforderung dar. Anders im aktuellen Projekt der Nürminger Group. Viele Bestandteile des Gebäudes wurden von den Behörden als schützenswert eingestuft. So mussten zum Beispiel alte Türen sorgfältig demontiert werden und zur späteren Restauration gelagert werden. Um eine sinnvolle Sanierung zu erreichen wurde jedoch Bereiche, die ohne historische Bausubstanz waren, klassisch rückgebaut um diese später nach gängigen Vorschriften neu aufzubauen.

9. Sanierung der Mauerwerke und Natursteinsimse

Ein bedeutendes Augenmerk lag in der Restauration der Sandsteinfassade und vor allem auch der Simse und Faschen. Diese wurden von einem örtlichen Steinmetz in wochenlanger Handarbeit zunächst freigelegt und dann in ihren Details wieder aufgebaut. Stellen, an denen der bestehende Sandstein zu stark beschädigt war, wurden durch neue Steine ersetzt wobei die Gestaltung genau vom historischen Original übernommen wurde.

10. Neues Dach

Der bestehende Dachstuhl konnte in großen Teilen bestehen bleiben und wurde dementsprechend restauriert. Um die nötige Stabilität und die statischen Anforderung zu erfüllen wurde jedoch vieles verstärkt. Beschädigte Balken wurden ganz oder teilweise ersetzt. Die Dachlattung wurde komplett erneuert. Soweit möglich wurden die ursprünglichen Dachziegel wieder verwendet.

11. Ausbesserungen der Fehlböden und Wände

Im Zuge der Zimmererarbeiten wurden auch die sogenannten Fehlböden saniert. Ein Fehlboden bezeichnet eine Form des Bodenaufbaus in Verbindung mit einer Holzbalkendecke. In der Vergangenheit wurden die Leerräume zwischen den Deckenbalken mit Schutt oder Schlacke gefüllt um ein gewisses Maß an Schalldämmung zu erreichen Diese alten Konstruktionen wurden demontiert und erneuert. Zum Einsatz kommt hier jetzt eine moderne Dämmschüttung. Außerdem wurden überall neue Holzdielen verlegt.

Zwischenstand

Weitere Bilder folgen nach dem Bautenstand…..

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Author: renosys